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Langer Vertriebszyklus, frühe technische Erwartung

Industriekunden entscheiden nicht schnell, fragen aber früh. Die Sprache der technischen Unterlagen, das Rechnungsformat und die Art des Datenaustauschs kommen in den ersten Gesprächen auf, und unvorbereitet zu sein verlängert den Zyklus.

Technische Unterlagen sind deutsches Vertriebsmaterial

Bei Industriekunden entscheidet meist das technische Team und nicht der Einkauf, und gelesen wird keine Produktseite, sondern Datenblatt, Zeichnung und Montageunterlage. Diese auf Deutsch und konsistent zu haben wirkt stärker als Marketingtext. Unterlagen aus Produktdaten abzuleiten statt sie von Hand zu pflegen löst zudem das Versionsdurcheinander von vornherein.

Große Abnehmer erwarten strukturierte Rechnungen

Bei Unternehmens- und öffentlichen Auftraggebern kommt die Erwartung einer strukturierten Rechnung früher als bei kleinen Kunden und ist meist nicht verhandelbar. Das bedeutet, die Rechnung wird aus dem ERP mit den richtigen Angaben erzeugt und erreicht die Buchhaltung auf dem richtigen Weg. Ist der Ablauf nicht bereit, zeigt es sich beim ersten Großauftrag, dem denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Datenaustausch ist Integration, keine E-Mail

Auftrags-, Liefer- und Bestandsdaten werden mit großen Abnehmern über Dateien oder Schnittstellen ausgetauscht. Über E-Mail-Anhänge geht das bei kleinem Volumen und wird mit Wachstum untragbar. Früh zu wissen, was Ihr bestehendes ERP exportieren kann, erlaubt es, die Lücke zum erwarteten Format rechtzeitig zu schließen.

Vier Vorbereitungen vor dem ersten Großauftrag

  • Sind die technischen Unterlagen deutsch und aus einer Quelle
  • Lässt sich die Rechnung strukturiert erzeugen
  • Welche Daten kann das ERP heute exportieren
  • Kann der technische Ansprechpartner auf Deutsch antworten
Müssen wir unser ERP ersetzen?

Meist nicht. In den meisten Fällen genügt es, die vom bestehenden ERP gelieferten Daten in das vom Abnehmer erwartete Format zu überführen. Ein Austausch kommt nur auf, wenn die Daten tatsächlich fehlen, und das gehört gemessen, nicht angenommen.

Geht Vertrieb ohne Vertretung in Deutschland?

Das hängt von Ihrer Tätigkeit ab und ist eine Rechtsfrage, die wir mit einer Partneranwaltskanzlei klären. Technisch entscheidend ist, ob der Abnehmer Sie auf Deutsch erreicht und ob die Rechnung unter der richtigen Gesellschaft im richtigen Format entsteht.

Sehen wir uns Ihre Vorbereitung an

Nennen Sie Produkt und Abnehmertyp. Wir ermitteln, was fehlt.