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Geografische Nähe ist keine institutionelle Nähe

Aus der Schweiz nach Deutschland zu expandieren gehört sprachlich und räumlich zu den einfachsten Fällen. Die Schwierigkeit liegt im Unsichtbaren: Währung, Zollgrenze und die Datenfragen, die aus der Lage außerhalb der EU folgen.

Zwei Währungen erzeugen ein Buchhaltungsproblem

Zwischen zwei Währungen zu arbeiten ist nicht nur eine Kursfrage. In welcher Währung Preise angezeigt werden, in welcher die Rechnung entsteht, wie Kursdifferenzen gebucht werden und was der Zahlungsdienstleister unterstützt, sind getrennte Entscheidungen. Nachträglich ergänzt bleiben historische Datensätze inkonsistent und die Korrektur erfolgt von Hand.

Die Zollgrenze macht aus physischer Ware ein eigenes Projekt

Bei Software und Dienstleistungen ist die praktische Wirkung der Grenze begrenzt. Beim Versand physischer Produkte werden Zoll, Umsatzsteuer und Lieferbedingungen zu einem eigenen Arbeitsstrang; das ist eine Logistik- und Steuerfrage und wird auf der Partnerseite bearbeitet. Für die Systeme zählt, dass der Bestellablauf weiß, unter welchem Regime er läuft.

Außerhalb der EU heißt eigene Grundlage für Daten

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, und Datenbewegungen zwischen EU und Schweiz brauchen auf der Vertragsseite eine eigene Grundlage. Welche zu Ihrem Fall passt, ist eine Rechtsfrage und geht an Partneranwaltskanzleien. Die Folge auf unserer Seite: welche Daten die Grenze überschreiten, muss von Anfang an sichtbar sein, und wo möglich sollte die Architektur die Übermittlung gar nicht erfordern.

Vier Entscheidungen bei der Expansion aus der Schweiz

  • In welcher Währung Preise und Rechnungen laufen
  • Wie Kursdifferenzen im System gebucht werden
  • Wer den Zollteil übernimmt, wenn physische Ware im Spiel ist
  • Welche Kundendaten die Grenze überschreiten
Wir sprechen bereits Deutsch. Bleibt Produktarbeit übrig?

Ja, denn es geht um Formate und Felder, nicht um Sprache. Adressformat, Länge der Postleitzahl, das Feld für die Steuernummer und die Rechnungspflichten müssen deutsch funktionieren. Unterschiede zwischen schweizerischem und bundesdeutschem Sprachgebrauch zeigen sich zusätzlich im Text; klein, aber sofort bemerkt.

Brauchen wir eine deutsche Gesellschaft?

Das hängt von Ihrer Tätigkeit ab und ist eine Rechtsfrage, die wir mit einer Partneranwaltskanzlei klären. Für uns zählt, dass unabhängig von der Antwort die Rechnung unter der richtigen Gesellschaft und mit den in Deutschland erwarteten Angaben erzeugt werden kann.

Sehen wir uns Ihren Aufbau an

Schreiben Sie, was Sie verkaufen und welche Währung Sie bevorzugen. Der erste Knoten in der Buchhaltung zeigt sich meist genau dort.